Die Rückkehr zum Outpost 376

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Rajib Mahmodi
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Die Rückkehr zum Outpost 376

Beitrag von Rajib Mahmodi »

"Er hatte die Selbstzerstörung manipuliert?" Captain Olesko brauchte nicht lange, um sich zu einer Antwort durchzuringen.
"Davon wusste ich nichts. Ich ging davon aus, dass meine Crew und ich einen höheren Wert besitzen. Scheinbar habe ich mich getäuscht. Um meine Crew zu schützen, sage ich aus!"

Mahmodi nickte freundlich und wartete, was da noch so kam.

"Es gibt da einen Admiral Somerville. Wenn ich keine Standard-Sternenflottenaufträge habe, bekomme ich gelegentlich welche von ihm. Er hat sich verständlicherweise immer sehr vorsichtig ausgedrückt. Danach arbeiten wir selbstverständlich für die Sternenflotte - aber insgeheim. Es wären Aufträge, die der Sternenflotte sehr helfen können, aber leider am Rande der Legalität wären. Die Sarracen wäre dafür nur das Transportmittel. Ich würde ein paar Spezialisten zu einem bestimmten Ziel bringen, sie dort absetzen und nach einer gewissen Zeit wieder abholen. So manches Mal habe ich mich gefragt, ob diese Aufträge nur am Rande oder sogar außerhalb der Legalität waren. Aber wer widerspricht schon einem Admiral? Bisher war ja auch alles glatt gelaufen."
"Und dieses Mal nicht?" hakte Mahmodi ein.
"Nein, denn der offiziellle Auftrag der Sternenflotte lautete, Captain Basisl Hemworth und sein Team zum Outpost 376 zu bringen, damit er und sein Team die U.S.S. Majestic übernehmen konnten. Kaum war Hemsworth an Bord, sollten wir kurz einen Abstecher nach DS9 machen - wobei die Station überhaupt nicht auf dem Weg liegt! Dort wartete ein Befehl von Admiral Somerville, statt der restlich Ersatzcrew für die Majestic acht andere Personen mitzunehmen. Ich sollte an der Station maximal zwei Tage warten und dann die Leute wieder mit zurück nehmen."
=/\= Captain Rajib Mahmodi =/\=
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Rajib Mahmodi
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Die Rückkehr zum Outpost 376

Beitrag von Rajib Mahmodi »

Mahmodi bedankte sich für die Aussage von Captain Olesko und versprach sich für ihn einzusetzen. Er verabschiedete sich und nahm sich dann den ExO Commander Petrov vor. Petrov war ein ganz anderes Kaliber. Zuerst behauptete er von nichts zu wissen. Mahmodi wusste aber, dass Petrov vor einigen Jahren in einer Spezialeinheit der Sternenflotte gewesen war. Es gab auf jeden Fall einen Bezug zu dem zu Tode gekommenen Lt.Commander Karem Karinous. Scheinbar glaubte Petrov fest daran einer guten Sache zu dienen. Selbst die Erwähnung der manipulierten Selbstzerstörungsvorrichtung änderte nichts daran. Entweder war der Commander nur gut indoktriniert - oder er glaubte wirklich daran. Das konnte Mahmodi allerdings nicht feststellen. Er verabschiedete sich schließlich vom ExO der U.S.S. Sarracen und gab Anweisung, ihn nach seiner Genesung in den Zellentrakt zu den anderen Terroristen zu bringen. Dies würde noch am gleichen Tag erfolgen.

Mahmodi setzte seine Untersuchungen fort. Er nahm sich der verletzten Lt. Jadwiga Lamalask an. Sie versuchte zwar härter zu wirken als sie war, brach aber zusammen, nachdem Mahmodi sie mit den Informationen konfrontierte, die er bereits gewonnen hatte. Sie stand loyal zur Sternenflotte und war davon ausgegangen, dass sie das Richtige tat. Captain Jadzin hatte sie nicht davon informiert, dass er den Outpost nach getaner Arbeit sprengen wollte. Sie konnte allerdings Mahmodis Informationen ergänzen, was Lieutenant Hakim Tarresset und Lt.Commander Karem Karinous betraf: Die beiden waren vor einigen Jahren in einem Team mit Commander Petrov. Es gab da einen Einsatz im Klingonischen Raum, gefördert von einem der Hohen Häuser. Angeblich wurden nur Verräter gejagt. Aber Korinous hatte damit geprahlt, mehrere Klingonische Bird of Prey abgeschossen zu haben. Sie hätten außerdem Pläne über eine geheime Klingonische Superwaffe mitnehmen können. Mahmodi bot Lt. Lamalask Unterstützung an, wenn sie sich von den Terroristen lossagen wolle. Sie sah ihn aus warmen grünen Augen an, aber versprach nur, dass sie es sich überlegen wolle.

Mahmodi ging zurück in sein Büro und erfuhr vom Tod des Admirals. Dann nahm er sich die Personalakte von Commander Petrov vor. Tatsächlich fehlte da ein Jahr. Das war der Ansatzpunkt! Aufgrund von Querverweisen gelang es schließlich die Akten von Lieutenant Tamas Dashev und Lt. Commander Karonous zu hacken.
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Rajib Mahmodi
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Beitrag von Rajib Mahmodi »

Eigentlich war Mahmodi sehr zufrieden, nachdem er die Personalakten von Korinous und Tarresset gehackt hatte. Doch als er von Rear Admiral Garou erfuhr, dass das von Garou entwickelte Refit der Saber-Klasse, was er ausschließlich an der U.S.S. Destiny angewandt hatte, auf der U.S.S. Sarracen verbaut war, musste er sich die Frage stellen, wem er bei der Sternenflotte noch trauen konnte.

Als erstes ließ er die Minen im Nordwestfeld ersetzen, die zerstört worden waren, um die U.S.S. Sarracen retten zu können. Danach ließ er die Logbücher der Sarracen noch einmal prüfen, bis er fand, was er suchte: Es gab zwischendurch einen Werftaufentthalt, bei dem die U.S.S. Sarracen überholt worden war. Doch es war keine Werftanlage der Sternenflotte, sondern eine Firma namens Grumman Hawker Interspace Ltd.

Es kostete Mahmodi viel Mühe, den Standort dieser Werftanlage herausufinden. Da dies der einzige Anhaltspunktt für die Arbeitt einer Organisation innerhalb der Sternenflotte war, wusste er, was man tun musste: Die Sarracen musste dorthin fliegen und das Komplott aufdecken. Daher bat er Rear Admiral Garou, das Schiff mit Hochdruck zu reparieren.
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Alan Prescott
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Beitrag von Alan Prescott »

"Commander Mahmodi, schön Sie zu sehen. Sie hatten etwas auf dem Herzen?" Prescott sah den Inder aufmerksam an.
"Das kann man so sagen. Rear Admiral Garou meinte, dass die Sarracen eine Saber-Refit ist mit Refits, die er eigentlich ausschließlich für die U.S.S. Destiny vorgesehen und eingebaut hatte. Und ich habe herausgefunden, auf welcher Werft die Änderungen durchgezogen worden sind."
"Sie meinen, wir hätten eine Chance dort der … Schlange den Kopf abzuschlagen?"
"So dachte ich. Wenn Sie mit Ihrer Squad die Sarracen nehmen und dort auftauchen würden, wäre es doch ein ganz normaler Wartungsbesuch, oder?"
"Eine gute Idee. Aber die Ausführung wäre noch besser, wenn mindestens der CO des Schiffes mitkommt …" Prescott sah Mahmodi fragend an.
"Ich spreche noch mit ihm. Außerdem muss die Sarracen vorher repariert sein."
"Also von mir aus gerne. Geben Sie mir Bescheid, wenn es soweit ist, Commander!" Prescott hatte da wohl einen dicken Auftrag an Land gezogen.
=/\= Major General Alan Prescott =/\=
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Beitrag von Chadic Garou »

Nun. die U.S.S. Sarracen musste nicht wieder neu gebaut werden, aber es war doch einiges zu reparieren. Gerade fertig geworden und sowohl Commander Mahmodi als auch Major General Prescott informiert.

Commander Mahmodi deutete an, dass die U.S.S. Sarracen mit einer veränderten Crew einen Einsatz fliegen sollte. Aber dieses Mal "für die Guten". Er wollte dazu noch mit dem Captain der Sarracen sprechen. Sie wollten wohl die Werft suchen, auf der das Schiff der Saber-Klasse umgebaut worden war. Wäre gerne dabei gewesen. Aber mein Platz ist momentan bei den Werftanlagen. Die Tests der Goshawk waren sträflich vernachlässigt worden.
=/\= Rear Admiral Chadic Garou =/\=
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Rajib Mahmodi
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Beitrag von Rajib Mahmodi »

Commander Mahmodi hatte höchstpersönlich die Startfreigabe der U.S.S. Sarracen unter dem Kommando von Captain Irfan Olesko erteilt. An Bord die Coral Raptors, auf der Suche nach der Werftanlage der Grumman Hawker Interspace Ltd.

Als nächstes setzte er die Verhöre fort und sprach noch einmal mit Lieutenant Jadwiga Lamalask. Sie hatte erkannt, dass sie eine gewisse Mitschuld trug und wollte sich dafür auch verantworten. Als Mahmodi sie auf die Werftanlage ansprach, konnte sie noch ergänzen, dass dort noch ein paar andere Schiffe gelegen hatten bei ihrem letzten Besuch. Sie wollte ncht ausschließen, dass zumindest ein Teil des Führungsstabs der Organisation dort ihren Hauptsitz hatte. Mahmodi versprach ihr nichts, hatte aber vor ihr über eine Art Kronzeugenregelung zu helfen.

Im Anschluss besuchte er Lieutenant Tamas Dashev. Der schien für ein normales Verhör zu abgebrüht. Die Konfrontation mit den ganzen Fakten ließ ihn kalt. Keinerlei Spur von Reue.

Ein Gespräch mit Lieutenant Ousho Ben Said verlief nur wenig besser. Er gab immerhin zu, dass eine Zerstörung des Outpost eine Überreaktion gewesen wäre, aber er selber hätte davon nichts gewusst. Die Leitung hatte in den Händen von Captain Vincent Jadzin, Lt.Commander Karem Korinous und Lieutenant Hokim Tarresset gelegen. Der Rest des Teams hatte nur die Informationen erhalten, die für den Einsatz benötigt wurden. Es wäre nicht seine Sache gewesen sich über die Art der Handlungen Gedanken zu machen, er hätte nur Befehle befolgt und war davon ausgegangen, dass diese Befehle rechtmäßig waren.

Danach suchte Mahmodi diesen Lieutenant Hokim Tarresset auf. Dieser tat so, als gehörte er nicht zu den Befehlsgebern sondern den Befehlsempfängern. Allerdings schien er vor Mahmodi Respekt zu bekommen, nachdem dieser aus dessen Personalakte zitieren konnte, die doch eigentlich unter Verschluss war. Erst dann gab er zu in die Befehlskette besser eingebunden gewesen zu sein. Auch er hatte eine Zerstörung des Outpost für übertrieben gehalten, aber der Befehl kam von Admiral Somerville, der darauf hingewiesen hatte, dass es nicht darum ging Spuren zu verwischen, sondern auch darum eine Base zu zerstören, die in gefährlicher Nähe zu Cardassia lag, und bei der der Verdacht nahelag, dass sie zur Spionage gegen die Cardassianer verwendet wurde. Im Sinne eines besseren politischen Klimas hätte man den Outpost zerstört und im Anschluss hätte niemand Anstoß nehmen können. Tarresset war davon ausgegangen, dass man vorher natürlich den Outpost evakuiert hätte. Nachdem ihm Mahmodi versichert hatte, dass er dies aus den bisherigen Verhören nicht bestätigen konnte, schwieg Tarresset betroffen.

Als letztes fand noch ein Gespräch mit Captain Vincent Jadzin statt. Nach seinem Nervenzusammenbruch ging es ihm ein wenig besser. Er war sogar ein wenig kooperativ, als er erfuhr, dass bei diesem Verhör ein gewisser Master Sergeant Sotok nicht teilnehmen würde. Mahmodi erfuhr, dass Jadzin die Codes für den Eintritt in den Nordwestkanal von Admiral Somerville persönlich erhalten hatte. Die U.S.S. Sarracen hätte sich vorsichtig von Subraumrelais zu Subraumrelais vorgetastet. Als sie ein entgegenkommendes Schiff geortet hätten, hätten sie die Sarracen einfach an den Rand des Nebels manövriert und es vorbei gelassen. Danach wären sie mit höherer Geschwindigkeit zum Ausgang des Kanals geflogen. Es war eine böse Überraschung, als sie danach direkt in ein Minenfeld gerieten und zwei der Minen explodierten. Lt.Commander Karem Korinous, die Lieutenants Singh Ramanos, Pushnar Rahwili, Ousho Ben Said und Jadwiga Lamalask wären genau auf dem Deck gewesen, das dadurch schwere Schäden erlitten hatte. Die ersten drei waren dabei getötet worden, die anderen verletzt. Es hatte auch Verletzte im Brückenbereich gegeben. Davon betroffen waren auch Captain Olesko und Commander Petrov. Da er, Jadzin, zu diesem Zeitpunkt auf der Brücke und unverletzt war, hatte er das Kommando übernommen. Die Reparaturen hatten begonnen und er hatte gehofft das Schiff innerhalb der folgenden acht Stunden wieder einsatzbereit zu haben. Leider war der Funk bis dahin auf den Nahbereich beschränkt, ansonsten hätte er Admiral Somerville kontaktiert, um das Minenfeld freischalten zu lassen. Mahmodi bedankte sich für die Kooperation und sandte die Informationen an das Sternenflottenhauptquartier. Es machte ihn ein wenig nervös, dass Jadzin davon ausging Somerville hätte den Code für die Deaktivierung der Minen besorgen können.

Damit schien der Vorfall grundsätzlich aufgeklärt zu sein. Irgendwie hatte Mahmodi vergessen das Sternenflottenhauptquartier davon zu informieren, dass man die Werftanlagen aufzuspüren gedachte. Natürlich nur ein Versehen.
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Beitrag von Alan Prescott »

Das Sternenflottenhauptquartier in San Francisco wusste es zu schätzen, dass regelmäßig Berichte vom Outpost 376 kamen. Vor allem aber, dass man einer Klärung der Vorfälle sehr nahe war. Die Stelle des Kommandierenden Offiziers war nach dem Tode von Admiral Sumak noch nicht wieder besetzt worden. Der Outpost schien eher eine Stelle für einen Insider zu sein. Letztlich wurde eine Entscheidung getroffen.
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